iPhone 6 und iPhone 6 Plus wurden vorgestellt

Apple hat auf seinem Spätsommer-Event zwei neue iPhones angekündigt. Das iPhone 6 ist 4,7 Zoll groß, während das iPhone 6 Plus gleich auf 5,5 Zoll kommt. Die größeren Bildschirme kommen auch der Bedienung zugute. Bezahlt werden kann mit den Telefonen auch.

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Das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus sind beide größer als die bisherigen iPhones – mit 4,7 und 5,5 Zoll erreicht die größere Version fast das Phablet-Format. Die Geräte besitzen gerundete Kanten und sind 6,9 bzw. 7,1 mm dick und damit flacher als das iPhone 5S. Die Auflösung des iPhone 6 liegt bei 1.334 x 750 Pixeln, die des iPhone 6 Plus bei 1.920 x 1.080 Pixeln und damit bei Full-HD. Zu einer Saphir-Beschichtung der iPhones gibt es keine Angaben – sehr wohl aber bei der Apple Watch.

Im Querformat können beide Geräte deutlich mehr Informationen nebeneinander darstellen – und für Nutzer mit kleinen Händen gibt es Gesten, mit denen dennoch der gesamte Bildschirm sinnvoll genutzt werden kann. Mit einem Doppelklick auf den Touch-ID-Knopf schiebt sich der Displayinhalt mit Hilfe der Funktion Reachability so nach unten, dass man auch erreichen kann, was im oberen Teil steht, ohne umgreifen zu müssen.

Der neue A8-Prozessor im iPhone 6 und im 6 Plus ist 13 Prozent kleiner als der Vorgänger A7 und nach Angaben Apples etwa 25 Prozent schneller. Er soll eine 50 Prozent schnellere Grafikleistung bieten und verfügt über 2 Milliarden Transistoren – während es beim A7 noch eine Milliarde gewesen sein soll. Dennoch soll er deutlich energieeffizienter sein. Der A8 wird im 20-Nanometer-Verfahren gefertigt. Auch der Koprozessor wurde verbessert und heißt jetzt M8. In den neuen Geräten steckt ein Barometer zur präzisen Höhenmessung.

Apple Pay – Bezahlen per Fingerabdruck

Mit Apple Pay und dem im iPhone 6 kann auch bezahlt werden. Dazu wurde in der neuen iPhone-Serie NFC implementiert und mit Secure Element auch noch ein weiterer Chip, um die Transaktionen abzusichern. Die Bestätigung und der Schlüssel zum Bezahlen ist der Fingerabdruck des Anwenders, der mit dem Fingerabdrucksensor erfasst und mit dem hinterlegten Muster verglichen wird.

Die Akkulaufzeit des iPhone 6 und des iPhone 6 Plus soll sich auf dem Niveau des iPhone 5S oder im Fall des größeren Gerätes sogar darüber befinden. Die Standby-Zeit liegt bei 10 Tagen (iPhone 6) beziehungsweise 16 Tagen (iPhone 6 Plus). Beim Surfen über LTE sollen 10 beziehungsweise 12 Stunden erreicht werden. Bei WLAN-Nutzung liegen beide Geräte ungefähr gleichauf bei 11 bis 12 Stunden. Wie bei iOS-Geräten üblich, ist der Akku nicht wechselbar.

Das LTE-Modul in den neuen iPhones arbeitet mit 150 Mbit/s, während es bei der Vorgängergeneration noch 100 Mbit/s waren. Mehr als 20 LTE-Frequenzbänder werden unterstützt. Das sind nach Apples Angaben mehr, als bei der Konkurrenz.

Auch beim WLAN wurde draufgelegt: Das neue iPhone 6/Plus unterstützt den 802.11ac-Standard. Je nach Anbieter wird auch VoiP über LTE (VoLTE) unterstützt, wobei die Nutzer ihr Datenvolumen, aber nicht ihr Gesprächskontingent verwenden. Auch über WLAN können Gespräche geführt werden.

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Bessere Kamerafunktionen

Die neue Kamera des iPhones erreicht eine Auflösung von 8 Megapixeln. Der Sensor ist mit 1,5 Mikrometer kleinen Pixeln ausgestattet. Das Objektiv arbeitet mit einer Anfangsblende von f2,2. Die Besonderheit sind die Autofokus-Sensoren, die im Bildsensor integriert wurden. Diese Technik gibt es auch schon bei Systemkameras. Sie soll für eine besonders schnelle Fokussierung sorgen. Auch bei der Rauschreduktion und dem Tone-Mapping von HDR-Fotos will Apple Fortschritte gemacht haben. Durch die höhere Rechenleistung soll auch die Gesichtserkennung besser funktionieren. Wie bei zahllosen Kompaktkameras können auch Blinzeln und Lächeln der Motive erkannt werden. Die iPhone-6-Serie kann außerdem Videos mit 1080p und 30 oder 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen – und für Zeitlupen kann gar mit 120 und 240 Bildern pro Sekunde gedreht werden. Die Autofokus-Funktion wird auch beim Videofilmen genutzt und funktioniert kontinuierlich. Eine Bildstabilisierung beim Filmen und Fotografieren soll für ruhigere Aufnahmen sorgen. Bei der Plus-Version erfolgt die Bildstabilisierung optisch, beim iPhone 6 nur elektronisch.

Die Facetime-Kamera in der Gehäusefront soll deutlich lichtstärker geworden sein, verfügt ebenfalls über eine bessere Gesichtserkennung und unterstützt einen Serienbildmodus, der 20 Bilder pro Sekunde machen kann. Burst-Selfies nennt Apple diese Eigenschaft

Ab dem 17. September gibt’s iOS 8 für alle

In den USA soll das iPhone mit 16, 64 und 128 GByte für 200, 300 und 400 US-Dollar inklusive einem Zwei-Jahres-Vertrag auf den Markt kommen. Das iPhone 6 Plus ist in allen Speicherstufen 100 US-Dollar teurer, d.h. es kostet 300, 400 und 500 US-Dollar mit 16, 64 und 128 GByte. Das iPhone 6 Plus misst 158,1 x 77,8 x 7,1 mm und wiegt 172 Gramm. Beim kleineren iPhone 6 sind es 138,1 x 67 x 6,9 mm und 129 Gramm.

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iOS 8 ist auf den neuen Geräten installiert, die in den USA ab dem 19. September 2014 ausgeliefert werden sollen. iOS 8 für alle anderen Nutzer soll ab dem 17. September zum Download zur Verfügung stehen. Es kann ab dem iPhone 4S genutzt werden.

Das iPhone 6 gibt es in Gold, Silber oder Spacegrau und wird in Deutschland ohne Vertrag für 700 Euro für das 16 GByte-Modell, 800 Euro für das 64 GByte-Modell und als 128 GByte-Modell für 900 Euro verkauft. Das iPhone 6 Plus kostet jeweils 100 Euro mehr.

 

Quelle: www.golem.de

 

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